DA-ECHO  Bickenbach 14.09.2017

 

Dieses Jahr keine Premiere bei der Bickenbacher Spielgemeinschaft

 
 
Von Claudia Stehle

BICKENBACH - Die Bickenbacher Spielgemeinschaft war noch im vergangenen Jahr um diese Zeit mit ihren Proben für die Premiere ihres Dunksel-Stücks beschäftigt. Dieses Jahr gibt es wegen der aktuellen Sanierung des Bürgerhauses weder das Bickenbacher Traditionsgericht noch Mundarttheater zum Nachtisch.

„Wir haben Möglichkeiten ausgelotet, trotz der temporären Schließung des Bürgerhauses eine Ersatzspielstätte zu finden, doch das hat aus unterschiedlichen Gründen nicht funktioniert“, sagt Vorsitzender Oliver Schnaus. Weder das CVJM-Heim noch das Alsbacher Bürgerhaus „Sonne“ kamen dafür in Frage. „Wir müssen uns der Realität stellen, dass wir nach den eingetretenen Verzögerungen bei der Bürgerhaussanierung frühestens wieder im November 2018 zum Dunksel auftreten können“, beschreibt Schnaus die Situation.

Normalerweise gibt es jährlich zwei Premieren

Normalerweise hat die Spielgemeinschaft zwei Premieren im Jahr, da sie auch im Frühling ein neues Stück aufführt. „Angesichts der Verzögerungen beim Baubeginn hätten wir sogar in diesem Frühjahr noch einmal auftreten können“, übt Schnaus ein wenig Kritik an der Zeitplanung. Neben den Einnahmen daraus fehlt dem Verein auch die Einnahme aus dem Bickenbacher Advent, der in diesem Jahr wieder einmal ausfällt.

Allerdings werde es den Theaterspielern in der aufführungslosen Zeit nicht langweilig. So wird seit der Schließung des Bürgerhauses Ende Januar das Vereinsheim im gemeindlichen Anwesen in der Berta-Benz-Straße zum Dreh- und Angelpunkt der Aktivitäten. Hier verfügt der Verein über Büro, Werkstatt und Lagerraum sowie einen Gemeinschaftsraum. „Wir haben jetzt erst einmal mit der Renovierung der Räume begonnen und arbeiten auch am Bau neuer Bühnenteile als Ersatz für unsere doch sehr in die Jahre gekommenen Bühnenwände“, erläutert der Vorsitzende. Immer montags treffen sich dort die Aktiven zum Arbeitseinsatz.

Wichtig sei neben der Arbeit die Pflege der Geselligkeit. So war man unlängst zu einem Ausflug nach Heppenheim gereist, wo nach dem Gang durch die Altstadt eine Fahrt mit dem Planwagen durch die Weinberge unternommen wurde. Auch das Grillfest auf der Hähnleiner Gänsweide sei ein voller Erfolg gewesen. Darüber hinaus besuchen die Laienspieler die Aufführungen anderer Gruppen in der Region.

„Natürlich planen wir auch für die erste Aufführung im sanierten Bürgerhaus im Herbst 2018“, sagt Schnaus. „Jeder freut sich schon jetzt wieder auf die Proben dafür“, stellt Schnaus fest und verrät nur soviel, dass das neue Stück sicher wieder ein Mundartstück sein werde. Außerdem werde man verstärkt an der Mitgliederwerbung arbeiten, obwohl es bislang keine Austritte wegen des zeitweiligen Verlusts der Spielstätte gegeben habe. „Wir freuen uns sowohl über Aktive als auch über passive Mitglieder“, macht Schnaus deutlich. Zusätzlich bearbeiten die Mitglieder auch die Planung für das 75-jährige Bestehen der Spielgemeinschaft im Jahr 2021.